Unterstützung versorgungsrelevanter Forschung

NIKI sieht eine seiner Aufgabe darin, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Diagnostik und Therapie von Nierenerkrankungen zu fördern.

Basis-Sonographie der Nieren und ableitenden Harnwege (www.basis-sonographie.de)
Bessere Qualität und größere Effektivität durch EDV-unterstützung der Dokumentation und Vernetzung

Die Ultraschalldiagnostik ist die am häufigsten angewendete bildgebende Methode in der pädiatrischen Nephrologie und Urologie. Sie hat wesentlich zur Verbesserung der Frühdiagnostik konnataler Nierenerkrankungen beigetragen. Durch software-unterstützte Dokumentation konnte nachweislich die Untersucher-abhängigkeit der Methode entscheidend verringert werden. Die edv-gerechte Dokumentation ermöglicht es zudem, die Befund- und Bilddaten ohne personengebundene Daten zusätzlich geschützt durch Passwort und Pin in einem Archiv zusammenzuführen, das nur Ärzten zugänglich ist. Die so vernetzten Daten ermöglichen :

  • automatisierte Vergleiche eigener Untersuchungsergebnisse mit denen des Gesamtkollektivs
  • Beratung durch Experten anhand der Befund- und Bilddaten
  • praxis- und klinikübrgreifende Weitergabe von Befund- und Bilddaten für Verlaufsuntersuchungen.


Die gebotenen Möglichkeiten stehen Praxen und Kliniken kostenlos zur Verfügung. Die Kosten für die Entwicklung des Anwenderprogramms und die Programmierung des Servers wurde zu einem großen Teil getragen von NiKi. Wesentlich dazu beigetragen haben ebenso der Förderverein zur Früherkennung von Nierenerkrankungen e.V (www.nierenscreening.de ) und die pädiatrische Sektion der DEGUM (http://www.degum.de/Paediatrie.256.0.html?&L)

Neugeborenenscreening:
1985 wurde in Wiesbaden und in 6 umgebenden Kliniken ein Modellprojekt zur Erfassung von Hüft- und Nierenfehlbildungen im Neugeborenenalter etabliert (das sogenannte Neugeborenenscreening). Der Förderverein zur Früherkennung von Nierenerkrankungen e.V. hatte mit Unterstützung der AOK, das bis 1995 in Wiesbaden und Frankfurt laufende Modell-Projekt übernommen und 2003 auch bei den Nieren und ableitenden Harnwegen zum Abschluß geführt (siehe unter www.nierenscreening.de). Den komplizierten Übergang erleichterte eine Finanzierungsüberbrückung durch NIKI.

Genpolymorphismen:
In den letzten Jahren wurde nachgewiesen, dass die genetische Anlage eines Patienten einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf von Erkrankungen hat. NIKI unterstützte daher ein Projekt, in dem die Bedeutung von Genpolymorphismen aus dem Renin-Angiotensin-System auf unterschiedliche angeborene Erkrankungen der Nieren und Harnwege untersucht wurde.

Infektionsrisiko bei Megaureteren:
NIKI förderte eine Studie, in der nachgewiesen wurde, dass das Infektionsrisiko bei Megaureteren sehr groß ist. Zudem wurde gezeigt, dass durch Urinselbstkontrollen eine verlässliche Früherkennung der Infektion möglich ist, und durch diese Frühdiagnose Komplikationen der Infektion vermieden werden können. Bei asymptomatischen Kindern mit Megaureteren sind nach dieser Studie somit Urinselbstkontrollen eine probate Alternative zur Antibiotikaprophylaxe.